Aktuelles

Forschung und Lehre. WIR MACHEN MEDIZIN

Dienstag 19. April 2011

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLINIKUM aktuell 2/11 wird übe


Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams

Montag 17. Januar 2011

Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis


Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson

Donnerstag 18. November 2010

In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio


PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010

Donnerstag 04. November 2010

Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft


BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie

Mittwoch 03. November 2010

Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne


Kombinierte Transplantation

Die kombinierte Herz-Lungen-Transplantation ist vor allem bei Patienten mit einem terminalen Zwei-Organ-Versagen (Herz und Lungen) indiziert. In der Regel handelt es sich um eine angeborene (komplexe kongenitale Herzfehler) oder im Laufe des Lebens erworbene terminale Herzinsuffizienz, die sekundär durch den Rückstau des Blutes in die Lungen­gefäße zu schwersten, irreversiblen Veränderungen in den Lungengefäßen geführt hat. Seltener gibt es primäre Lungenerkrankungen (z.B. zystische Lungenfibrose), die dann sekundär zu einer irreversiblen Schädigung des Herzens führen.

Die erste Herz-Lungen-Transplantation in Deutschland wurde am 13.02.1983 an der Herzchirurgischen Klinik der Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. med. Bruno Reichart durchgeführt. Der Empfänger, ein 27-jähriger Patient mit schwerer Herzerkrankung und Hochdruck im Lungenkreislauf, erhielt den Herz-Lungen-Block eines 20-jährigen Spenders aus Bayern. Zuvor waren die gleichzeitige Transplantation von Herz und Lunge lediglich zehnmal in Amerika und erst einmal in Europa (1982 in Paris) durchgeführt worden.

Seit Mitte der neunziger Jahre wurde das Management der Spenderorgane (neue, bessere Herz- und Lungenkonservierungslösungen während der Explantation) sowie die postoperative Behandlung der Patienten (Immunsuppression) erheblich verbessert. Dies führte auch zu deutlich höheren Überlebensraten.