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Dienstag 19. April 2011

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Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams

Montag 17. Januar 2011

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Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson

Donnerstag 18. November 2010

In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio


PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010

Donnerstag 04. November 2010

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BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie

Mittwoch 03. November 2010

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Persistierender Ductus arteriosus (PDA)

Der Ductus arteriosus Botalli dient während der Embryonalzeit als Kurzschlussverbindung zwischen Arteria pulmona­lis und Aorta descendens, um das Blut an den funktionslosen Lungen vorbeizuschleusen. Mit den ersten Atemzügen entfaltet sich die Lunge. Infolgedessen sinkt der pulmonale Gefäßwiderstand ab. Für eine kurze Zeit nach der Geburt besteht ein Links-Rechts-Shunt, der aber bald infolge aktiver Kontraktion von Muskelfa­sern im Ductus arteriosus gedrosselt wird. Dadurch kommt es zum funktionellen Verschluss des Ductus. In den folgenden Lebenswochen bildet sich der Ductus arteriosus zu einem bindegewebigen Strang um, der als Ligamen­tum arteriosum Botalli lebenslang bestehen bleibt.

Unterbleiben zuvor beschriebene Vorgänge, spricht man von einem persistierenden Ductus arteriosus Botalli bzw. von einem Ductus arteriosus apertus. Da bei der Mehrzahl der Patienten die Lebenserwar­tung durch Endokarditiden und Ausbildung einer pulmonalen Hypertonie reduziert ist, sollte jeder offene Ductus im Kindesalter operiert werden. Durch eine medikamentöse Therapie mit Indometacin (Ammuno®) kann ein Großteil der offenen Ductus verschlossen werden (Friedman et al. 1976). Weiterhin können die meisten Ductus interventionell mit Hilfe von Spiralen oder Schirmchen verschlossen werden (Tometzki et al. 1996). Daher hat die Anzahl der operativen Eingriffe stark abgenommen.

Die Indikation zum operativen Verschluss findet sich in der Regel nur noch bei unreifen Frühgeborenen mit einem Körpergewicht unter 1000 g, bei denen der medikamentöse Verschluss oft nicht gelingt und die geringe Körpergröße eine Intervention unmöglich macht.

Die Operation erfolgt durch eine linksseitige posterolaterale Thorakotomie im vierten oder fünften Inter­kostalraum. Nach Darstellen von Aortenbogen, Arteria subclavia und Aorta descendens kann der Ductus arteriosus Botalli leicht identifiziert werden. Der Verschluss erfolgt durch doppelte oder dreifache Ligatur bzw. durch Durchtrennung.

Persistierender Ductus arteriosus

 

 

Ductus arteriosus vergrößert
Durchtrennen
Ligatur