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Aktuelles
Forschung und Lehre. WIR MACHEN MEDIZIN
Dienstag 19. April 2011In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLINIKUM aktuell 2/11 wird übe
Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams
Montag 17. Januar 2011Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis
Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson
Donnerstag 18. November 2010
In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio
PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010
Donnerstag 04. November 2010
Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft
BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie
Mittwoch 03. November 2010
Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne
Herztransplantation im Kindesalter
Die Herztransplantation (HTX) im Kindesalter ist heutzutage ein etabliertes Behandlungsverfahren bei terminaler Herzinsuffizienz und führt zu einer erheblichen Prognoseverbesserung.
Seit der ersten Herztransplantation im Jahre 1967 (Groote Schuur Hospital in Cape Town, Südafrika) wurden weltweit bisher über 70.000 Patienten transplantiert, davon erhielten über 7000 Kinder ein neues Herz. In der Altersgruppe unter einem Jahr wurden 65% der Patienten aufgrund schwerer angeborener Herzfehler transplantiert. Bei diesen Patienten war eine chirurgische Korrektur oder Palliation nicht möglich und daher die Herztransplantation die einzige Möglichkeit diesen Herzfehler zu überleben. Bei den Kindern, die älter sind als ein Jahr ist mit ca. 60% eine Kardiomyopathie die führende Diagnose zur Herztransplantation.
Nach den Registerdaten der „International Society for Heart and Lung Transplantation“ (ISHLT) beträgt das Überleben nach HTX bei Kindern im 1. Jahr ca. 80%, nach 5 Jahren 70% und nach 10 Jahren ca. 60%. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es daher bereits einzelne Patienten, die länger als 20 Jahre nach HTX überlebt haben. Neben der sorgfältigen Auswahl der Spender, der Empfänger und der chirurgischen Technik, ist eine effektive Langzeitbetreuung entscheidend für eine günstige Langzeitprognose der Patienten. Hierbei stehen die Kontrolle der Immunsuppression, die Behandlung von Abstoßungen und schließlich die Betreuung der psychosozialen Entwicklung im Mittelpunkt für eine günstige Prognose der Patienten.
Problematisch ist nach wie vor die limitierte Anzahl an Spenderorganen, insbesondere bei Säuglingen und kleineren Kindern. Um die Anzahl der Spender für den einzelnen Patienten (Säuglinge) zu erhöhen und damit die Wartezeit auf ein geeignetes Spenderorgan zu verkürzen, wurden unter anderem an unserer Klinik eine der ersten ABO-inkompatiblen Herztranplantationen erfolgreich durchgeführt. Als weitere neue Strategien zur Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz stehen aktuell die mechanische Kreislaufunterstützung (Kunstherz, Assist Device), Zelltransplantation, Xenotransplantation und Toleranzinduktion im Fokus der wissenschaftlichen und klinischen Entwicklung. Zum heutigen Zeitpunkt ist allerdings lediglich die mechanische Kreislaufunterstützung als notfallmäßige Behandlungsoption bei einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz und fehlendem Spenderorgan anwendbar.
Aufgrund der Komplexität und interdisziplinären Problemstellungen eines Kinderherztransplantations – Programms ist die präoperative -, operative - und postoperative Versorgung dieser Patientengruppe nur in einem spezialisierten Zentrum sinnvoll.


