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Dienstag 19. April 2011In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLINIKUM aktuell 2/11 wird übe
Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams
Montag 17. Januar 2011Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis
Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson
Donnerstag 18. November 2010
In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio
PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010
Donnerstag 04. November 2010
Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft
BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie
Mittwoch 03. November 2010
Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne
Homograft
1966 haben der Engländer Sir David Ross und der Neuseeländer Sir Barret-Boyes unabhängig voneinander als erste eine menschliche Herzklappe (eine sogenannte Homograftherzklappe) in Aortenposition implantiert. Seit dieser Pionierleistung hat sich die Implantation von Homografts neben der Verwendung von mechanischen und biologischen Prothesen als Alternative zu diesen Klappentypen etablieren können.
Die Implantationsverfahren und vor allem die Konservierungsmethoden haben sich stark verbessert. Hervorzuheben ist hier vor allem das durch den Australier O´Brien erstmals angewendete Verfahren der Kryokonservierung von menschlichen Herzklappen in flüssigem Stickstoff, welches eine unbegrenzte Lagerung der Homografts ermöglichte.
Im Jahre 1992 wurde im Klinikum mit dem Aufbau einer schon nach kurzer Zeit gut funktionierenden Homograftbank unter Kryopräservation begonnen. Die Einfrier- und Konservierungsmethoden wurden von uns verbessert und verfeinert.
In einem Zeitraum von sechs Jahren konnten bereits über 200 menschliche Aortenklappen implantiert werden. Ferner haben wir als erstes Zentrum in Deutschland mit der Implantation von Mitralhomografts begonnen und bis zum Frühjahr 1998 bereits 10 dieser Klappen erfolgreich implantiert.
Herkunft der Homograftklappen
Der weitaus größte Teil unserer Herzklappen stammt aus den explantierten Empfängerherzen bei Transplantationen sowie aus Spenderherzen, die nicht zu einer Herztransplantation verwendet werden können. Diese Art der gewonnnen Herzklappen bezeichnet man als non-heart-beating-Donors.
Präparation - Konservierung - Lagerung - Implantation
Die Aorten- und Mitralklappen werden aus den Herzen unter sterilen Bedingungen freipräpariert, genau vermessen und nach strengen Qualitätskriterien auf ihre Verwendbarkeit hin untersucht. Sie dürfen keine Verkalkungen und Fibrosierungen aufweisen und müssen eine hervorragende Funktion gewährleisten.
Wenn die Homografts unseren Qualitätsscore erfüllen, werden sie für kurze Zeit mit Antibiotika behandelt und schließlich in einem Spezialmedium, dem eine kälteprotektive Substanz beigesetzt wird, dem Einfriervorgang zugeführt. Dieser wird in einer speziellen Kühlbox nach einem ausgeklügelten Programm, das eine Schädigung der Klappen (beispielsweise durch unerwünschte Kristallisationsvorgänge) ausschließt, durchgeführt. Auf diese Weise werden die Klappen auf -70°C gefroren um anschließend in Kühltürmen bei -196°C in flüssigen Stickstoff unbegrenzt dauergelagert zu werden.
Während der Operation wird der genaue Durchmesser des Aortenklappenringes eines Patienten bestimmt und ein exakt passendes Homograft aufgetaut und in sogenannter Mini-Root-Technik implantiert.
Die Vorteile der Homograftherzklappen sind:
- keine Gerinnungshemmung notwendig
- gute hämodynamische Eigenschaften
- gute Endokarditisresistenz
- längere Haltbarkeit im Vergleich zu anderen biologischen Prothesen
Allerdings sind Homograftherzklappen nicht unbegrenzt haltbar. Patienten, denen ein Homograft implantiert wurde, müssen nach durchschnittlich 15 Jahren mit einer erneuten Herzoperation rechnen.




