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Dienstag 19. April 2011In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLINIKUM aktuell 2/11 wird übe
Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams
Montag 17. Januar 2011Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis
Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson
Donnerstag 18. November 2010
In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio
PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010
Donnerstag 04. November 2010
Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft
BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie
Mittwoch 03. November 2010
Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne
DFG-Transregio-Forschergruppe Xenotransplantation
Ein terminales Organversagen ist trotz großer Fortschritte auf dem Gebiet der konservativen, medikamentösen Therapie immer noch mit einer sehr schlechten Prognose für den Patienten assoziiert.
Die Organtransplantation stellt heute eine etablierte und effektive Therapieform eines sich im Endstadium befindlichen Organversagens dar. Die Erfolgsrate nach allogener Herztransplantation liegt nach einem Jahr inzwischen bei circa 90 Prozent (Statistik 2006 der International Society of Heart and Lung Transplantation).
Leider kann das enorme Potential der Organtransplantation aufgrund einer erheblichen Kluft zwischen dem Organbedarf und dem Organangebot kaum ausgeschöpft werden. Am Beispiel der Herztransplantation belegt die aktuelle Statistik der Internationalen Gesellschaft für Herz-Lungen-Transplantation (ISHLT) ein Fortbestehen der seit Mitte der 90er Jahre rückläufigen Transplantationszahlen.
Die Akzeptanz älterer Organspender bzw. suboptimaler Spenderorgane und die Implementierung des Transplantationsgesetztes in Deutschland 1997 stellten leider keine effektiven Lösungen des Organmangels dar. Bisher konnte für kein Organ, auch nicht für das Herz, ein mechanischer Ersatz entwickelt werden, welcher in toto implantierbar das menschliche Organ vollständig und dauerhaft zu ersetzen vermag, bzw. so ersetzt, daß die Lebensqualität des Patienten mit der nach einer Transplantation vergleichbar wäre. Auch der Stand der Forschung auf dem Gebiet der Gentherapie bzw. des tissue engineerings sind noch weit von einem funktionstüchtigen Organersatz entfernt.
Die Xenotransplantation, das heißt die Organübertragung vom Tier auf den Menschen, könnte dagegen durchaus eine potentielle Lösung des weltweit bestehenden Mangels an Spenderorganen darstellen.
Es wurde hierzu ausgehend von der Ludwig-Maximilians-Universität mit der DFG- (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderten, von Professor Dr. med. Bruno Reichart geleiteten „Transregio Forschergruppe Xenotransplantation“ ein nationales Konsortium gegründet, um einen Nutzen zu ziehen aus der einzigartigen Expertise der beteiligten Kliniken und Institute.
Zusätzlich bestehen Kooperationen der “DFG-Transregio Forschergruppe Xenotransplantation“ mit dem unter der Leitung von Professor Christopher McGregor stehenden Mayo Clinic William J von Liebig Transplant Center in Rochester (Minnesota, USA), dem unter der Leitung von Professor Bernhard Hering stehenden Institute for Immunology and Tranplantation, Department of Surgery der University of Minnesota (USA) sowie Privatdozent Dr. Jörg Seebach, Labor für Transplantationsimmunologie des Department für Innere Medizin des Universitätsspitals Zürich (Schweiz), mit welchen unsere Forschergruppe einen engen wissenschaftlichen Austausch unterhält.
Die Vorteile der Xenotransplantation bestehen aus einer
- unbegrenzten Verfügbarkeit von Spenderorganen
- einer elektiven Durchführbarkeit der Transplantation mit
- Reduktion der Ischämiezeit
- Möglichkeit einer bereits präoperativen Immunsuppression
- Vermeidung negativer Effekte des Hirntodes des Organspenders auf das Spenderorgan
- genetische Modifikation exakt größenkompatibler Xenotransplantate
Das Schwein wird inzwischen von den aus anatomischen und physiologischen Gründen in Frage kommenden Tieren als der am besten geeignete Organspender betrachtet.
Der näher verwandte, d.h. konkordante Organspender Primat kommt aufgrund verschiedener Nachteile, vor allem der möglichen Übertragung von Infektionserregern sowie erheblicher ethischer Vorbehalte als Organspender nicht in Betracht.
Ethische Vorbehalte spielen dagegen bei der Verwendung des Schweines aufgrund der bereits lange bestehenden Domestizierung und seiner Nutzung als Nahrungsmittel eine nur untergeordnete Rolle. Der Hauptnachteil besteht aus der auf die Diskordanz, d.h. weit entfernten phylogenetischen Verwandtschaft, zurückzuführenden xenogenen Abstoßung.
s. auch Jahresbericht 2009

