Aktuelles
Ehrendoktorwürde für Prof. Bruno Reichart
Montag 26. Juli 2010Am 24. Juli 2010 erhielt Prof. Bruno Reichart im feierlichen Rahmen de
Lehrpreise für Dozenten der Herzchirurgie
Dienstag 22. Juni 2010
Priv.-Doz. Dr. Andres Beiras-Fernandez und Oberarzt Dr. Gerd Juchem er
GenderMedicine - 1. Preis für Dr. Sandra Eifert
Freitag 23. April 2010
Preisverleihung bei der Jahrestagung 2010 der Österreichischen Gesells
Auswirkungen des Flugverbots auf Transplantationen
Donnerstag 22. April 2010
Tagesthemen-Interview mit Priv.-Doz. Dr. Kaczmarek, Oberarzt der Trans
Erfolgreiche Kinderherz-Transplantation
Mittwoch 21. April 2010100. Kinderherz-Transplantation am Klinikum Großhadern
Bypass-Operation oder Stent?
Jedes Jahr stehen in Deutschland etwa 370.000 Menschen vor dieser Entscheidung, bei denen eine Verengung („Stenosierung“) der Herzkranzgefäße diagnostiziert wurde. Dabei erhalten rund 80 Prozent davon eine Implantation eines oder mehrerer Metallröhrchen („Stents“), jedoch nur rund 20 Prozent eine Bypass-Operation. In vielen Fällen ist die Stentimplantation nicht die richtige Wahl, wie die Anfang September 2009 vorgestellten Ergebnisse nach Abschluss des zweiten Jahres der weltweit größten und von Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam geleiteten Studie zum Vergleich der beiden Therapien zeigen. Denn die neuesten Ergebnisse der Studie „Synergie between PCI with taxus and Cardiac Surgery“ (Syntax) auf Basis von rund 1.720 Patienten zeigen, dass die Bypass-Operation sowohl den unbeschichteten Stents als auch den medikamentenbeschichteten Stents hinsichtlich der Häufigkeit von Todesfällen, Herzinfarkt und der Notwendigkeit eines erneuten Eingriffs überlegen ist. Liegen die Ergebnisse zwei Jahre nach der Therapie für alle Patienten im Hinblick auf Todesfälle noch eng zusammen (10,8% bei Stents, 9,6% bei Bypass), war die Todesfallhäufigkeit bei der Behandlung von den sehr komplexen Krankheitsfällen Hauptstammstenose und 3-Gefäß-Verschluss zwei Jahre nach einer Stentimplantation etwa dreimal höher als nach einer Bypass-Operation. Außerdem erfolgten nach Stentimplantationen mit 17,3 Prozent mehr als doppelt so oft erneute Eingriffe als im selben Zeitraum nach einer Bypass-Operation mit einer Rate von 8,6 Prozent. Schließlich lag die Rate der Herzinfarkte nach einer Stentimplantation mit 5,9 Prozent deutlich höher als die nach einer Bypass-Operation (3,3%). Diese Ergebnisse entsprechen den Resultaten eines bereits vor einigen Jahren in New York begonnenen Registers zu der Thematik.
Zusammenfassend bekräftigen die aktuellen Ergebnisse der Syntax-Studie eindrucksvoll die Studienauswertung nach dem ersten Jahr und bestätigen erneut die gemeinsam von Kardiologen und Herzchirurgen bereits im Juni 2006 veröffentlichte „Nationale Versorgungsleitlinie chronische KHK“ zur optimalen Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Fazit ist, dass besonders bei schwereren Fällen wie der so genannten Koronaren 3-Gefäss-Erkrankung die Bypassoperation der Stentimplantation eindeutig überlegen ist. (Daten der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und Pressemeldung vom 23.9.2009).

