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Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams
Montag 17. Januar 2011Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis
Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson
Donnerstag 18. November 2010
In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio
PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010
Donnerstag 04. November 2010
Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft
BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie
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Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne
Aortenklappenrekonstruktion
Die Rekonstruktion der Aortenklappe ist nicht soweit verbreitet wie die Rekonstruktion der Mitralklappe, gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung. Zur Rekonstruktion der Aortenklappe eignen sich in erster Linie Schluss-Unfähigkeiten (Insuffizienzen). Die Ursache der Insuffizienz können zum einen in der Klappe selbst liegen, die Taschensegel und den Ring betreffend, z.B. bikusbide Klappe, zum anderen durch Veränderungen der Aortenwurzel, z. B. Größenzunahme der Aorta bei Aneurysma, bedingt sein.
Der Vorteil der Rekonstruktion liegt im Erhalt der eigenen Klappe. Bei stabilem Rhythmus kann dann auch auf die Einnahme von gerinnungshemmenden Substanzen z.B. Marcumar, verzichtet werden.
Voraussetzung für eine Rekonstruktion ist eine möglichst genaue Kenntnis von Klappe und Aortenwurzel, die am besten durch ein transoesophageales Echo (Schluck-Echo) erlangt werden kann. Besonderes Augenmerk wird auf die Beweglichkeit der einzelnen Taschensegel mit deren Aufhängung (Kommissuren) gelegt. Dabei sind z.B. schon Verkalkungen zu erkennen. Die Größe des Durchmessers des Klappenrings wird vermessen, ebenso wie die Weite der Aortenwurzel und der Durchmesser im Übergang zur Hauptschlagader (Aorta, sinutubulärer Übergang). Darüber stehen durch die Herzkatheteruntersuchung weitere Messdaten, z.B. Druckwerte in den Herzhöhlen zur Verfügung. Aus der Analyse der Untersuchungsergebnisse lässt sich das operative Vorgehen ableiten. Ziel der Rekonstruktion ist die Wiederherstellung anatomischer/physiologischer Verhältnisse. Dies kann durch folgende Verfahren erzielt werden:
Korrekturen an den Klappensegeln
- „Straffung“ (Plication) von durchhängenden Taschensegeln
- Resektion, z.B. dreiecksförmiges Ausschneiden von überschießendem Klappengewebe
- Segelersatz bei zu wenig Gewebe durch Einnaht eines Gewebeflickens aus Herzbeutel (Perikardpatch)
- „Abdichten“ bei Durchlöcherung (Perforation) eines Segels durch einen Gewebeflicken (Patch)
- Stabilisierung der Kommissuren (Aufhängung der Klappen der Aortenwand) durch Naht
Korrekturen der Aortenwurzel
Sowohl eine Erweiterung (Dilatation) des Aortenklappenringes wie auch eine sackförmige Ausweitung (Aneurysma) der Aortenwurzel mit dem Auseinanderziehen der Kommissuren führt bei sonst intakten Klappensegeln zu einer Insuffizienz.
Die Wiederherstellung einer schlussdichten Klappe ist in diesen Fällen nur durch die Implantation einer Gefäßprothese möglich. Es wird entweder die Aussackung (Aneurysma der Aorta) ersetzt, die normale Weite der Aortenwurzel somit wiederhergestellt (Remodeling) oder auch zusätzlich der Aortenklappenring wieder auf normale Größe gebracht (Reimplantation). Diese Operationsverfahren sind in der Literatur unter den Bezeichnungen Operation nach Yacoub oder David bekannt. In beiden Fällen müssen die Abgänge der Herzkranzgefäße (Koronarien) in die Gefäßprothese eingenäht werden.
Rekonstruierte Klappen müssen im postoperativen Verlauf in regelmäßigen Abständen echokardiographisch kontrolliert werden.

