Aktuelles

Forschung und Lehre. WIR MACHEN MEDIZIN

Dienstag 19. April 2011

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLINIKUM aktuell 2/11 wird übe


Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams

Montag 17. Januar 2011

Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis


Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson

Donnerstag 18. November 2010

In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio


PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010

Donnerstag 04. November 2010

Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft


BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie

Mittwoch 03. November 2010

Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne


Bypass-Operation oder Stent?

Jedes Jahr stehen in Deutschland etwa 370.000 Menschen vor dieser Entscheidung, bei denen eine Verengung („Stenosierung“) der Herzkranzgefäße diagnostiziert wurde. Dabei erhalten rund 80 Prozent davon eine Implantation eines oder mehrerer Metallröhrchen („Stents“), jedoch nur rund 20 Prozent eine Bypass-Operation. In vielen Fällen ist die Stentimplantation nicht die richtige Wahl, wie die Anfang September 2009 vorgestellten Ergebnisse nach Abschluss des zweiten Jahres der weltweit größten und von Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam geleiteten Studie zum Vergleich der beiden Therapien zeigen. Denn die neuesten Ergebnisse der Studie „Synergie between PCI with taxus and Cardiac Surgery“ (Syntax) auf Basis von rund 1.720 Patienten zeigen, dass die Bypass-Operation sowohl den unbeschichteten Stents als auch den medikamentenbeschichteten Stents hinsichtlich der Häufigkeit von Todesfällen, Herzinfarkt und der Notwendigkeit eines erneuten Eingriffs überlegen ist. Liegen die Ergebnisse zwei Jahre nach der Therapie für alle Patienten im Hinblick auf Todesfälle noch eng zusammen (10,8% bei Stents, 9,6% bei Bypass), war die Todesfallhäufigkeit bei der Behandlung von den sehr komplexen Krankheitsfällen Hauptstammstenose und 3-Gefäß-Verschluss zwei Jahre nach einer Stentimplantation etwa dreimal höher als nach einer Bypass-Operation. Außerdem erfolgten nach Stentimplantationen mit 17,3 Prozent mehr als doppelt so oft erneute Eingriffe als im selben Zeitraum nach einer Bypass-Operation mit einer Rate von 8,6 Prozent. Schließlich lag die Rate der Herzinfarkte nach einer Stentimplantation mit 5,9 Prozent deutlich höher als die nach einer Bypass-Operation (3,3%). Diese Ergebnisse entsprechen den Resultaten eines bereits vor einigen Jahren in New York begonnenen Registers zu der Thematik.

Zusammenfassend bekräftigen die aktuellen Ergebnisse der Syntax-Studie eindrucksvoll die Studienauswertung nach dem ersten Jahr und bestätigen erneut die gemeinsam von Kardiologen und Herzchirurgen bereits im Juni 2006 veröffentlichte „Nationale Versorgungsleitlinie chronische KHK“ zur optimalen Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Fazit ist, dass besonders bei schwereren Fällen wie der so genannten Koronaren 3-Gefäss-Erkrankung die Bypassoperation der Stentimplantation eindeutig überlegen ist. (Daten der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und Pressemeldung vom 23.9.2009).