Aktuelles

Forschung und Lehre. WIR MACHEN MEDIZIN

Dienstag 19. April 2011

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLINIKUM aktuell 2/11 wird übe


Neue Leitlinien fordern die Etablierung eines Herz-Teams

Montag 17. Januar 2011

Die gemeinsame Arbeitsgruppe zur Myokardrevaskularisation der Europäis


Ehrendoktorwürde für Prof. Stuart W. Jamieson

Donnerstag 18. November 2010

In einer feierlichen Zeremonie wurde am 12. Oktober 2010 einer der Pio


PD Dr. Andres Beiras-Fernandez erhält Rudolf-Pichlmayr-Preis 2010

Donnerstag 04. November 2010

Der Rudolf-Pichlmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft


BMBF-Innovationspreis für Forscher der Herzchirurgie

Mittwoch 03. November 2010

Mit dem Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik zeichne


Patienten > Erwachsenen-Herzchir... > Koronare... > Komplikationen

Komplikationen der KHK und des Herzinfarktes

Als frühe Komplikationen, d. h. in den ersten 48 Stunden,  gelten die elektrische Instabilität des Herzens mit Rhythmusstörungen und vor allem das Kammerflimmern, das bei 80 % der Patienten auftritt, die beim Infarkt am ,,Herzstillstand“ versterben, insbesondere in den ersten Stunden nach Infarkteintritt. Bei weiterbestehenden gefährlichen Rhythmusstörungen aus der Herzkammer können Herzchirurgen und Kardiologen auch einen Kardioverter-Defibrillator (AICD oder „Defi“), meist auch mit Schrittmacherfunktion, implantieren.

Bei ausgeprägter Linksherzinsuffizienz und drohendem Herzversagen mit den Folgen der Lungenstauung und des Lungenödems sowie  bei beginnendem kardiogenen Schock (10 - 15% der Fälle (Kammerflimmern und Pumpversagen sind die beiden häufigsten Todesursa­chen nach Infarkt) können Herzchirugen notfallmäßig eine intraaortale Ballonpumpe (IABP) oder auch ein mechanisches Kreislaufunterstützungssystem (assist device) als letzte lebensrettende Maßnahme implantieren.

Als spätere Komplikationen bei ausgedehntem Herzmuskelinfarkt kann ein Durchbrechen der Herzmuskelwand (Herzruptur) mit Bluterguß im Herzbeutel (Herzbeuteltamponade) auftreten, die notfallmäßig herzchirurgisch versorgt werden müssen. Auch eine Riß in der Herzscheidewand (Ventrikelseptumruptur, in der Echokardiografie nachweisbar) und ein Absterben von Teilen der Mitralklappe (Papillarmuskelnekrose/-abriß mit akuter hochgradiger  Mitralinsuffizienz, die nur durch einen sofortigen Klappenersatz behoben werden kann) sind Spätkomplikationen. Sogar noch nach 6 Wochen kann es zur Ausbildung eines Herzwandaneurysmas (Aussackung der Narbe) bei 10% aller Infarktpatienten kommen. Komplikationen eines Aneurysmas sind Emboliegefahr mit der Folge eines Schlaganfalls, Linksherzinsuffizienz, Rhythmusstörungen und Ruptur des Aneurysmas mit Herzbeuteltamponade. Deshalb wird hier in einem herzchirurgischen Eingriff das Herzwandaneurysma resiziert. Allgemein beträgt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens eine KHK zu entwickeln, für Männer nahezu 50%, für Frauen 32%.